Eine Petition des Schreckens: Das HoPo-Referat im unermüdlichen Einsatz für die Studierendenschaft.
- stura-watch am 17.Jan 13, 00:19
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Derzeit wird unsere Uni von Kürzungen und Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV) bedroht. Deshalb wurden einzelne Menschen aktiv und schlossen sich zusammen, um gegen die Kürzungen von bis zu 10 % bis 2015 mobil zu machen. Am Mittwoch, dem 12.12. war es so weit, es gab das erste große Vernetzungs-Treffen vieler hochschulpolitisch interessierter Menschen, v.a. aus den Fachschaftsräten (FSRs) und dem Hochschulpolitischen- (HoPo) Referat. Hier wurden Aktionen diskutiert, mit denen man den ZLV begegnen wollte.
Als große gemeinsame Aktion wurde eine thüringenweite Online-Petition beschlossen. Diese sollte sich an den Landtag richten, der demnächst mit seinem Haushaltsbeschluss festlegt, wie viel Geld den Hochschulen in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung steht. Die Zeit drängte, da der Haushalt bereits im Januar beschlossen werden sollte. Man einigte sich darauf, am kommenden Montag im kleinen Kreis eine Petition zu formulieren, die noch am selben Tag an alle in Gremien und anderweitig hochschulpolitsch Aktive geschickt würde, damit diese Änderungswünsche einbringen könnten. Dies erschien nötig, da die Petition thüringenweit gelten und deshalb von möglichst vielen Gewählten und Gremien legitimiert werden sollte. Als „Starttag“ der Petition wurde der Donnerstag vereinbart, sodass sie noch vor Weihnachten beworben werden konnte.
Um die Petition mit Inhalten zu füllen, waren alle aufgefordert, Informationen zum Stand der Kürzungen beim HoPo-Referat des StuRa einzureichen, auch die anderen Hochschulen sollten einbezogen werden. Bis zum Treffen am besagten Montag sollte dazu Zeit bleiben, wobei das HoPo-Referat die Verantwortung für das Formulieren der Petition und die Koordination des Treffens übernahm.
So weit so gut. Die Informationen gingen ein - ein Formulierungstreffen jedoch hat es scheinbar nie gegeben.
Weithin unklar ist, was wirklich an diesem Montag im Büro des StuRa geschah. Johannes S. gab im Gespräch mit Clemens B. an, Malte P. (HoPo-Referent und damit „Petitions-Verantwortlicher“) sitze im Stura-Büro und tue dies und das, auf ein Petitionstreffen deute jedoch nichts hin. Malte behauptete dagegen u.a. im Gespräch mit dem Akrützel und einer FSRlerin, er und ein weiteres Mitglied seines Referats haben die eingegangenen Kürzungspläne gesichtet und geordnet; die Petition werde noch am Abend von ihm ausformuliert, sodass wie besprochen noch am gleichen Abend ein Ergebnis die Verteiler passieren würde.
Dies blieb aus. Auf erneute Nachfrage durch den FSR Geschichte am folgenden Dienstag wurde verkündet, die Petition sei so gut wie fertig. Weitere Stunden vergingen, irgendwann tauchte statt der fertigen Petition jedoch nur ein Arbeitspad auf, an dem alle mitwirken konnten. Das Pad enthielt den Petitionstext – der allerdings mehr nach dem Wortlaut der eingegangenen Mails aussah, die dort hineinkopiert worden waren, als nach der eifrigen Arbeit der vergangenen Tage. Dies sollte nun das Produkt der harten Arbeit sein, die Malte und das HoPo-Referat an zwei Tagen geleistet hatten. So endeten zwei Tage des Wartens mit der gescheiterten Ambition einzelner und ohne sichtbares Ergebnis.
Letztlich wurde bis zum Mittwoch emsig an der Petition gearbeitet, v.a. von Mitgliedern des FSR Geschichte, nun aber auch mit dem Engagement des verantwortlichen Referats. Danach bekamen alle Gelegenheit, mehr oder weniger über Nacht ihren Einspruch zu erheben – besonders für Fachschaftsräte, die Wert auf Konsens und Absprache mit allen Mitgliedern legen, im Grunde eine unmögliche Frist, weshalb auch nur Einzelpersonen noch Änderungen einbrachten.
Am Donnerstagabend ging die Petition tatsächlich online, wenn auch nicht auf der zuvor angestrebten Petitions-Seite, sondern auf Jenapolis, über dessen Seriosität sich die Lesenden gern selbst ein Urteil bilden dürfen.
Hier http://www.jenapolis.de/2012/12/die-thueringer-hochschulen-muessen-entsprechend-ihres-bedarfs-ausfinanziert-werden/ kann man das Ergebnis begutachten. Auch wenn man nun weiß, auf welch interessant-verkorkste Weise dieser Text zustande kam, darf man gern unterzeichnen, sofern man das Anliegen unterstützenswert findet.
[written by Birk Borkason]
Als große gemeinsame Aktion wurde eine thüringenweite Online-Petition beschlossen. Diese sollte sich an den Landtag richten, der demnächst mit seinem Haushaltsbeschluss festlegt, wie viel Geld den Hochschulen in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung steht. Die Zeit drängte, da der Haushalt bereits im Januar beschlossen werden sollte. Man einigte sich darauf, am kommenden Montag im kleinen Kreis eine Petition zu formulieren, die noch am selben Tag an alle in Gremien und anderweitig hochschulpolitsch Aktive geschickt würde, damit diese Änderungswünsche einbringen könnten. Dies erschien nötig, da die Petition thüringenweit gelten und deshalb von möglichst vielen Gewählten und Gremien legitimiert werden sollte. Als „Starttag“ der Petition wurde der Donnerstag vereinbart, sodass sie noch vor Weihnachten beworben werden konnte.
Um die Petition mit Inhalten zu füllen, waren alle aufgefordert, Informationen zum Stand der Kürzungen beim HoPo-Referat des StuRa einzureichen, auch die anderen Hochschulen sollten einbezogen werden. Bis zum Treffen am besagten Montag sollte dazu Zeit bleiben, wobei das HoPo-Referat die Verantwortung für das Formulieren der Petition und die Koordination des Treffens übernahm.
So weit so gut. Die Informationen gingen ein - ein Formulierungstreffen jedoch hat es scheinbar nie gegeben.
Weithin unklar ist, was wirklich an diesem Montag im Büro des StuRa geschah. Johannes S. gab im Gespräch mit Clemens B. an, Malte P. (HoPo-Referent und damit „Petitions-Verantwortlicher“) sitze im Stura-Büro und tue dies und das, auf ein Petitionstreffen deute jedoch nichts hin. Malte behauptete dagegen u.a. im Gespräch mit dem Akrützel und einer FSRlerin, er und ein weiteres Mitglied seines Referats haben die eingegangenen Kürzungspläne gesichtet und geordnet; die Petition werde noch am Abend von ihm ausformuliert, sodass wie besprochen noch am gleichen Abend ein Ergebnis die Verteiler passieren würde.
Dies blieb aus. Auf erneute Nachfrage durch den FSR Geschichte am folgenden Dienstag wurde verkündet, die Petition sei so gut wie fertig. Weitere Stunden vergingen, irgendwann tauchte statt der fertigen Petition jedoch nur ein Arbeitspad auf, an dem alle mitwirken konnten. Das Pad enthielt den Petitionstext – der allerdings mehr nach dem Wortlaut der eingegangenen Mails aussah, die dort hineinkopiert worden waren, als nach der eifrigen Arbeit der vergangenen Tage. Dies sollte nun das Produkt der harten Arbeit sein, die Malte und das HoPo-Referat an zwei Tagen geleistet hatten. So endeten zwei Tage des Wartens mit der gescheiterten Ambition einzelner und ohne sichtbares Ergebnis.
Letztlich wurde bis zum Mittwoch emsig an der Petition gearbeitet, v.a. von Mitgliedern des FSR Geschichte, nun aber auch mit dem Engagement des verantwortlichen Referats. Danach bekamen alle Gelegenheit, mehr oder weniger über Nacht ihren Einspruch zu erheben – besonders für Fachschaftsräte, die Wert auf Konsens und Absprache mit allen Mitgliedern legen, im Grunde eine unmögliche Frist, weshalb auch nur Einzelpersonen noch Änderungen einbrachten.
Am Donnerstagabend ging die Petition tatsächlich online, wenn auch nicht auf der zuvor angestrebten Petitions-Seite, sondern auf Jenapolis, über dessen Seriosität sich die Lesenden gern selbst ein Urteil bilden dürfen.
Hier http://www.jenapolis.de/2012/12/die-thueringer-hochschulen-muessen-entsprechend-ihres-bedarfs-ausfinanziert-werden/ kann man das Ergebnis begutachten. Auch wenn man nun weiß, auf welch interessant-verkorkste Weise dieser Text zustande kam, darf man gern unterzeichnen, sofern man das Anliegen unterstützenswert findet.
[written by Birk Borkason]