Es begann mit einem Lächeln
- stura-watch am 17.Jan 13, 00:07
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Wer die hochschulpolitische Landschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena verfolgt, kommt nicht umhin, sich mit dem Studierendenrat (StuRa) derselben auseinanderzusetzen. Bei anfänglicher Betrachtung dieses Gremiums erwächst schnell das Gefühl der Ehrfurcht, welches aus dem – freiwilligen – Engagement und der Fülle an Betätigungsfeldern des StuRa und seiner Mitglieder erwächst. Die Verlängerung des Anspruchs auf BAföG[1] vermag nicht über die Fülle an investierter Zeit und Nerven hinwegtrösten, welches ein Amt wie dieses fordert. Kulturelle Veranstaltungen wie das Eulenfreundefestival und die Sofatage, aber auch eine Vielzahl an Fachvorträgen und studentischen Initiativen wären ohne die Subventionen der Studierendenschaft und somit der administrativen Verwaltung des Studierendenrats schlichtweg unmöglich zu realisieren. Ob nun Prüfungs- und Sozialberatung oder einfach nur die täglichen Kopien, der StuRa hat neben seinen hochschulpolitischen Funktionen breite Aufgabenbereiche, mit denen er die Studierenden (meist ohne deren Wissen) umsorgen will.
Bei näherer Betrachtung stellen jedoch auch hochschulpolitische Laien fest, dass der ohnehin aufreibenden Arbeit durch mannigfache Eskapaden in und rund um den StuRa ein weiterer Klotz ans Bein gehangen wird. Dieser lässt den Weg über Stock und Stein des hochschulpolitischen Alltags zur Tortur werden. Dem Ritter Don Quijote gleich, kämpfen manche Delegierte des StuRa gegen Windmühlen, die durch bürokratischen (Über-)Eifer und latenter Selbstzwecklichkeit des Gremiums selbst angetrieben werden.
Diesem Treiben einen Spiegel vorzusetzen, um vielleicht das Trugbild aufzuzeigen und so dem Pusten und Blasen der eigenen Drachen zu begegnen, haben sich auf dieser Plattform interessierte Studierende gefunden, die mit Witz und einem Hauch Zynismus versuchen, dass aktuelle Geschehen in und um dieses repräsentative Gremium aufzuzeigen. Der Zweck unserer Artikel soll demnach nicht darin bestehen, den StuRa oder dessen Mitglieder in Misskredit gegenüber der Studierendenschaft zu bringen. Auch liegt es uns fern, alle Beteiligten (ob dem Gremium, den Referaten, Arbeitskreisen o.Ä. zugehörig) über einen Kamm zu scheren. Dagegen sollen pointiert Probleme aufgezeigt werden, welche zur Lähmung studentischer Selbstverwaltung führen und damit die Belange aller Menschen an der FSU betreffen.
Einen weiteren Teil unseres selbstgesetzten Aufgabenbereichs möchten wir in der Aufklärung über den StuRa und dessen Tätigkeit setzen. Der Eindruck, der uns stets bei Gesprächen mit Kommilitonen ereilt, vermittelt, dass kaum jemand die Arbeitsweise, die aktuellen Themen, den Tagungsort und die Delegierten des Gremiums kennt. Dies sowie andere aktuelle (von Euch gestellte) Fragen versucht Euch dieser Blog zu beantworten. Falls Euch also Anregungen unter den Nägeln brennen, dann wendet Euch mit einer kurzen Nachricht an uns.
Wir als interessierte Studierende sind es, die mit einem lachendem und einem weinendem Auge auf die Vorgänge im Gremium schauen. Die Freude über die reichhaltigen Errungenschaften einer verfassten Studierendenschaft mit all ihren Vorteilen weicht aber zusehends der Trauer über einen Überbau, der seine Basis längst verloren hat. Zu hoffen bleibt, dass unsere Kritik nicht als destruktive verhallt, sondern auch ein Besinnen auf das Wichtigste ermöglicht: Das Interesse und die Förderung der Studierendenschaft.
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[1] Für ein Semester pro zweisemestriger Amtszeit.
Bei näherer Betrachtung stellen jedoch auch hochschulpolitische Laien fest, dass der ohnehin aufreibenden Arbeit durch mannigfache Eskapaden in und rund um den StuRa ein weiterer Klotz ans Bein gehangen wird. Dieser lässt den Weg über Stock und Stein des hochschulpolitischen Alltags zur Tortur werden. Dem Ritter Don Quijote gleich, kämpfen manche Delegierte des StuRa gegen Windmühlen, die durch bürokratischen (Über-)Eifer und latenter Selbstzwecklichkeit des Gremiums selbst angetrieben werden.
Diesem Treiben einen Spiegel vorzusetzen, um vielleicht das Trugbild aufzuzeigen und so dem Pusten und Blasen der eigenen Drachen zu begegnen, haben sich auf dieser Plattform interessierte Studierende gefunden, die mit Witz und einem Hauch Zynismus versuchen, dass aktuelle Geschehen in und um dieses repräsentative Gremium aufzuzeigen. Der Zweck unserer Artikel soll demnach nicht darin bestehen, den StuRa oder dessen Mitglieder in Misskredit gegenüber der Studierendenschaft zu bringen. Auch liegt es uns fern, alle Beteiligten (ob dem Gremium, den Referaten, Arbeitskreisen o.Ä. zugehörig) über einen Kamm zu scheren. Dagegen sollen pointiert Probleme aufgezeigt werden, welche zur Lähmung studentischer Selbstverwaltung führen und damit die Belange aller Menschen an der FSU betreffen.
Einen weiteren Teil unseres selbstgesetzten Aufgabenbereichs möchten wir in der Aufklärung über den StuRa und dessen Tätigkeit setzen. Der Eindruck, der uns stets bei Gesprächen mit Kommilitonen ereilt, vermittelt, dass kaum jemand die Arbeitsweise, die aktuellen Themen, den Tagungsort und die Delegierten des Gremiums kennt. Dies sowie andere aktuelle (von Euch gestellte) Fragen versucht Euch dieser Blog zu beantworten. Falls Euch also Anregungen unter den Nägeln brennen, dann wendet Euch mit einer kurzen Nachricht an uns.
Wir als interessierte Studierende sind es, die mit einem lachendem und einem weinendem Auge auf die Vorgänge im Gremium schauen. Die Freude über die reichhaltigen Errungenschaften einer verfassten Studierendenschaft mit all ihren Vorteilen weicht aber zusehends der Trauer über einen Überbau, der seine Basis längst verloren hat. Zu hoffen bleibt, dass unsere Kritik nicht als destruktive verhallt, sondern auch ein Besinnen auf das Wichtigste ermöglicht: Das Interesse und die Förderung der Studierendenschaft.
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[1] Für ein Semester pro zweisemestriger Amtszeit.